Die unterirdischen Stollensysteme von Rabstejn

Bei Johnsbach im Kammnitztal existieren Stollensysteme aus dem Zweiten Weltkrieg. Im Tal selbst wurden schon in den Jahren 1860 bis 1867 mehrere Textilfabriken erbaut. Wir interessierten uns besonders für die Zeit des Zweiten Weltkrieges.


Michael Bellmann hat die Führung organisiert. Ohne diese gibt es keinen Zugang.
Zugänglich gemacht haben die Stollensysteme drei Tschechen aus Janska in Privatinitiative. Das Gelände ist erst im Jahre 2002 von der tschechischen Armee aufgegeben worden. Die drei haben die Anlagen erforscht. Die dabei zusammen getragenen Fundstücke sind in den Stollen in einer Ausstellung zu sehen. Ich persönlich muss gestehen, dass ich dort schon sehr oft unterwegs war, aber von der Existenz der Stollen keine Ahnung hatte.
Einige wenige Fakten sollen den Bildern voran gestellt werden:
- Es gab im Rabstejner Tal zwei unterirdische Flugzeugfabriken der Fa. Weserflugzeugbau Bremen, die hier Junkers, Messerschmidt, Teile für verschiedene Flugzeuge, Waffen und sogar Hubschrauber FA 223 produzierten.
- Das unterirdische Labyrinth hat eine Gesamtstollenlänge von ca. 4500 m (ca. 17500qm), geplant waren 82000qm.
- Die Stollen wurden von Häftlingen des KZ Flossenbürg in 8 Monaten hergestellt.
- Es waren ca. 6000 Zwangsarbeiter eingesetzt.
- Nach Ende des Krieges diente das Objekt der Tschechoslowakischen Armee als Pionierobjekt.
- Nach 1968 wurde auf dem Gelände eine Garnision der Roten Armee stationiert.
- Ab etwa 1960 dienten Teile des Systems den Warschauer Vertragsstaaten als Tankdepot mit einem Fassungsvermögen von 8 Millionen Litern Benzin.

Während unseres Rundganges gesellte sich sogar ein Tschechisches Fernsehteam zu uns die von zwei jungen Einheimischen begleitet wurden. Diese wollen einen Geist in den unterirdischen Höhlen gesehen haben wollen. Sogar ein Foto haben sie mit ihrem Handy davon gemacht. Wir haben es dann auch gesehen...

Hier noch einige Links zum Thema:
Die Homepage des Vereins
Orte in der Umgebung

Login