50 Jahre Sachsensausen

09 ss 017

Es berichten: Sandra (Text) und Wuschel (Bild)

Wem der Text zu lang ist:
Zusammenfassung bzw. Fakten sind markiert

„6 Jagatee bitte, Norbert“ hörte man es mehrmals an diesem Wochenende über den Tresen sagen. Viel zu schnell rann das heiße und viel zu teure Gesöff die Kehle hinab und so wurde doch lieber wieder in den mitgeführten Rucksack gegriffen, entweder ein paar Büchsen Hopfentee oder ’ne Flasche Wein herausgefischelt.
So oder ähnlich hat es sich zugetragen am 16. / 17.Januar oder auch an beiden Tagen oben an der Dresdner Hütte zum 50. Sachsensausen auf dem Stubaier Gletscher.

Das Ganze begann schon am Donnerstag Abend als der fast volle Reisebus 23 Uhr vor dem Hbf Dresden anrollte. Eine beachtliche zahlreiche Vertretung von HO PIVOlern stellte sich dieses Jahr der Herausforderung des Sausen´s. Die Unterhaltsame Anreise mittels Reisebus diente zum lockern der Kehlen und zum anfechten von lustigen Diskussionen über ausländische Kulturen mit Hilfe des Filmes „Leg’ dich nicht mit Zohan an“.
Gegen 7.30 Uhr wurde unser Ziel noch etwas verschlafen erreicht, doch nach verschiedenem organisatorischen Kram waren die meisten 9.30 Uhr hellwach auf der Skipiste und das bei super Sonnenwetter und tollem Neuschnee.
Skifahren bis die Oberschenkel brennen, daß war das Motto der ersten Tageshälfte, ob nun mit geliehenem Material, Eigenem oder Dynamit an den Füßen, glatte Piste oder Huckelschnee – das war völlig egal! Nicht egal war 15.30 Uhr Treff an der Jochdohle und die letzte gemeinsame Abfahrt zur Dresdner Hütte. Vorher mußte sich der ein oder andere natürlich etwas Mut antrinken, was dann dem anderen später zum Verhängnis wurde.
Von weitem schon war die Apres-Skimusik aus Norberts Hütte zu hören und kurz darauf „6 Jagatee bitte Norbert“ – zum 1. Mal an diesem Wochenende! So mancher lockerte hier seine verhärteten Muskeln.
Bis 19 Uhr haben sich alle auf die Zimmer verkrümelt, manche lungerten lange im Zimmer 37 rum bis sie endlich in ihr eigenes Nachtlager fanden.
Die ausgeruhten wie Nicole, Yvonne, Sandra und Wuschel gaben sich noch etwas dem Würfeln und verschiedenen Diskussionen mit Bergbabys, Rohnspitzlern und anderen lustigen Gesellen im neuen Stiegel Stübel hin. Ach ja und irgendwie wurde jeder zum Rennen am nächsten Tag angemeldet.
Dieser Tagesaufgabe ging also jeder am Sonntag zwischen 11°° und 15°° Uhr nach, natürlich mit verschiedenen Vorbereitungen. So sah man z.B. Muskelerwärmungen und –Stretching der verschiedensten Art, Ski wachsen und schleifen lassen oder diese zum letzten mal tauschen, Rennstrecke studieren und sich den Kopf über Taktiken heißreden oder eben genüßlich ein Bierchen schlürfen.
Ruck zuck war man (etwas aufgeregt) das 1. mal an der Reihe, manche(r) wurde irgendwo dazwischen geschoben, weil die Lifte einfach zu langsam waren! So sehr man sich auch bemühte, schnell vom Start wegzukommen, ging dies jedoch nur lahm los. Am 4. Tor war man dann schon zügig unterwegs und spätestens am 8. Tor konnte man sich nicht mehr auf der Ideallinie halten. Mit 200 er Puls ging es über die Ziellinie, die einen von der rasanten Fahrt, die anderen vom Stockeinsatz. Beim 2. Durchlauf waren die Nerven etwas ruhiger und so mancher konnte etwas Zeit gut machen.
15.30 Uhr war wieder Treff an der Jochdohle, Sonnenuntergang und letzte Fahrt zur Hütte für diesen Tag. Dort bot sich gegen halb 5 noch ein lustiges traditionelles Spektakel (anläßlich den 50. Jubiläums): ca. 500 m Abfahrt auf Holzski mit Seilzugbindung und entsprechender Kleidung; beleuchtete Piste durch Fackeln und jubelndes Volk bei mehr oder weniger gelungener Fahrt zur Dresdner Hütte.
Danach ging es dann schnell zur Sache - Musik, Getränke und ab in Norbert´s Hütte zum Hüften schwingen. 19 Uhr ging es in die Gaststube. Langsam wurde sich für die Siegerehrung gesammelt, die Spannung stieg und natürlich auch der Bierkonsum!

Folgende Ergebnisse:

Platz StartNr. Name Vorname Zeit
Junge Damen 

3

40 Berner-Stelzer Sandra 01:19:78
6 38 Berger Cornelia 01:28:14
16 39 Bergmann Yvonne 02:07:06
17 37 Barth Heidi 02:11:96
Damen
4 29 Heisig Ingrid 01:33:61
11 26 Eisert  Katrin 01:58:85
Junge Herren
5 149 Berger Jens 01:21:38 
13 141 Kannegießer Sven 01:27:86
20 134 Grötzschel Thomas 01:45:75
Herren
3 113 Stelzer Jens 01:17:27
10 91 Fichtner Roland 01:21:89
16 101 Heisig Matthias 01:27:00
17 90 Eisert Kay 01:27:99

Das 2. Highlight für das 50. Sachsen Sausen war die Band Tommy Bums, die mit lustigen Texten und rhythmischen Klängen die Massen in Schwung brachte. Später trafen sich alle in Norberts Hütte wieder und feierten dort bis gegen 4 Uhr dass die Wände wackelten.

Am nächsten Morgen ging es mehr oder weniger fit auf die Bretter. Bei relativ schlechter Sicht und leichtem Schneefall traf man sich ohne schlechtem Gewissen schnell im Gamsgarten wieder. Nach und nach wurden letzte Vorbereitungen für die Heimreise getroffen, die auch pünktlich 16 Uhr begann. Mit fröhlichem Gelächter und Gemurmel ging es bei dem tollem Film (für die Mädels) 'Keinohrhasen' Richtung Dresden bis nach und nach der letzte schlief.

Übrigens das Biwakteam war auch wiedermal dabei und wird in nächster Zeit so manches Berichten.

Es waren dabei:
Wuschel, Conny und Jens, Andrea Pfeifer, Nicole, Yvonne, Kanne, Jens Hertel, Kay und Katrin, Jens und Sandra, Ingrid und Kuno, Rolle und Heidi

Sollte noch jemand Bilder von dieser obskuren Veranstaltung haben und diese auf unserer Seite veröffentlicht wissen wollen, dann her damit!!!

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