13. Fahrradfest 06.07.08 RTF2 – 85KM

teilgenommen und aufgeschrieben von Backe

Die Vorbereitung dazu begann am Freitag davor beim Kindergartenfest in Wahnsdorf.
Neben lustigen Kinderspielen und Gewusel und anschließendem Kurzweil am Feuerwehr Grillstand wurde aber auch der Sport thematisiert. „Mutz“ hatte auch am Treppenmarathon und am Schlosstriathlon teilgenommen und war auch zum Kindergartenfest da. Auch er wollte am Sonntag evtl. mitfahren.
Die Kinder waren mit den Müttern heim und die Feier nahm fahrt auf. Ständig hat einer Bier ausgegeben, man hatte eigentlich immer 2 Flaschen. Irgendwann nach Mitternacht ging nix mehr, nur noch heim. Man sieht sich am Sonntag, wir machen auf JEDEN FALL mit!
Am Samstag soll es dann bei den Mitanwesenden Dialoge wie dieser gegeben haben:
Frau: Wie bist du überhaupt nach Hause gekommen? Mann: Wees isch dor ni mehr!
Bei mir hatte jedenfalls vor dem Blackout bereits der Magen einen Reset ausgelöst.

Über den Samstag will ich nicht groß reden, der war eine Katastrophe.

Sonntag um 8 ging’s los. Erst mal mit dem Fahrrad nach Dresden zum Theaterplatz. Dort war schon ne ganze Menge los, aber immer noch genug Platz um sich vorne einzureihen. Ich wollte ja nicht erst alle überholen müssen. Es sollten über 1500 Fahrer bei der 85km Tour sein.
Um 9 ging es los. Die ersten 10 km ging es noch in der Kolonne hinter einem „ Safety Car“ her. Ich fuhr in der Gruppe direkt hinter dem Auto.
Hinterm Kaufpark Nickern ging es dann los. Das Tempo zog an, das Feld streckte sich. Am Berg nach Sobrigau und Babisnau riss dann das Feld komplett auseinander.
Ich war überrascht, dass ich mit den Rennradlern mithalten konnte, ich war ja mit dem Fully unterwegs. Und Backe zog an... So ging es mit Vollgas zum höchsten Punkt am Luchberg bei Luchau. Besonderen Spaß hat es gemacht bei voller Fahrt bergauf und Puls bei 170 meine Tourverpflegung zu mir zu nehmen, eine Tube süße Milch. Das war eine echte Herrausforderung!
Ich hatte eigentlich gehofft, dass sich immer jemand findet mit dem man zusammen fahren kann. Dazu hätte ich wahrscheinlich am Anfang schneller fahren müssen. Die Spitzengruppe war weg und alle die ich einholte, verabschiedeten sich gleich weiter nach hinten. So fuhr ich die Bergstrecke größtenteils allein.
Kurz vorm höchsten Punkt überholte mich dann doch ein Rennradler. Also dranhängen. Jetzt ging’s erst mal mit HiSpeed nach bzw. durch Glashütte. Dann lies ich mir von meinem neuen Freund mal kurz die Wechselregeln erläutern. Nun ging’s im Team das Müglitztal hinab Richtung Heidenau. Selbstverständlich wurde aller 2km gewechselt. Nebenbei entwickelten sich dann lustige Dialoge:
RennRad: Du hast super Druck!
Backe: Äh ja, sieht man das?
RR: Du könntest Profi werden!
Backe: Porno? Ich weiß nicht.
RR: Auf der Bahn!
Backe: Ahh, als Jockey!
RR: Musst aber mehr Grundlage fahren.
Backe: ??
RR: Lange Strecken mit geringer Belastung.
Das ist glaube nicht so mein Ding. Ist ja wie wenn ich mich 4 Stunden ins Wirtshaus setze und dabei 2 kleine Bier trinke.

Jedenfalls ging’s zügig das Müglitztal herunter. Durch Heidenau ging’s etwas gemütlicher, es wurde noch mehr gequatscht. In DD-Leuben kam dann von hinten die Spitzengruppe der 125er Runde herangebraust. Also dran und mit. Ab hier bin ich dann aber nicht mehr vorne gefahren. Ich hatte genug zu tun, nicht abreißen zu lassen. Anderseits war mir das auch lieber, da es hier über viele Kreuzungen ging, die nicht abgesperrt waren. Zwar war überall Polizei vor Ort, aber ehe sie sich von den Bullys entfernt haben um die Kreuzung abzusperren waren wir meistens schon durch. Die Geschwindigkeitsmacher vorne hat das aber nicht gestört. Mit Vollgas ging’s vorbei an parkenden, haltenden, kreuzenden Autos, Fußgängern und Omas mit Rollator. Gerne wurde auch die volle Breite der Straße genutzt.
Erwähnenswert ist auf jeden Fall noch die kleine Nebenstraße hinter der Hofkirche die es zu passieren galt. 200m Natur-Kopfsteinpflaster. Ich weiß nicht wie es den Rennradfahrern ging, aber ich dachte auf meinem Fully mir fliegen die Nüsse weg. Aber dahinter war gleich das Ziel.
2:38 Stand auf der Uhr. Pausen habe ich keine gemacht, bis auf das Stempeln an den Kontrollpunkten.
„Mutz“ hat mir später berichtet, die Spitzengruppe der 85er Tour (7 Fahrer) ist 2:20-2:25 gefahren.
Ich schätze mal ich bin ca. 20er geworden, evtl. auch weniger. Offizielle Listen gibt es ja keine.
Aber es war ja auch kein Rennen, sondern nur eine Rad-Touristen-Fahrt.

Da ich keine Fotos habe, kann ich euch nur mit ein paar Kurven quälen.

Ausschreibung (PDF) (Öffnet in neuem Fenster)

RTF21

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