Eisklettern in Südtirol

Pickelparadies Bletterbachschlucht

1. Tag: Anreise

Nach einer anstrengenden Nachtfahrt sind wir gegen 05:00 Uhr am Geo Parc Bletterbachschlucht angekommen. Wir gönnten uns noch 2 Stunden Schlaf in der folgenden Bushaltestelle und anschließend gab es ein leckeres Frühstück im Freien. Nach einer kurzen Orientierung haben wir ein Quartier gesucht und dies im Huanzhof gefunden. So konnte es pünktlich 09:00 Uhr zur Eingehtour in die Schlucht gehen. Wir liefen auf dem gefrorenen Bletterbach an den Eisfällen des Taubenleck vorbei ins Butterloch. Dort absolvierten wir in der Seilschaft Rolle / Kanne und Kay / Michi ganz gemütlich zum Einklettern 3 Eisfälle. Im Quartier wurde nur noch schnell gekocht und sofort der fehlende Schlaf nachgeholt.

 

2. Tag: Rolles Geburtstag

Frisch und munter konnten wir so in den Geburtstag von Rolle starten. Der heutige Tag führte uns in den abgelegensten Teil der Schlucht, den Gorz. Mit über einer Stunde gemütlichen Zustiegs über teilweise rutschende Steilhänge erreichten wir die typisch rot gefärbten Eisbrüche, deren Zustand durch das sonnige Wetter etwas fraglich war. Wir fanden dennoch eine 3-Seillängen-Eiswand, die es galt zu bezwingen. Nach Rückkehr im Basislager stärkten wir uns mit Glühwein, denn unser nächstes Ziel war das Weisshorn. Mit ein über 600 m hohem Zustieg im schneefreien Gelände (man beachte die Jahreszeit) bezwangen wir den über dem Tal thronenden Gipfel. Im Abstieg überkam uns zusätzlich noch die Dunkelheit. Doch zum Glück hatte Rolle den richtigen Riecher und wir saßen auf einmal gemütlich in der Schmiederalm. Wie gesagt, es galt noch einen Geburtstag zu feiern.

 

3. Tag: Einmal gemütlich Eisklettern

Auch dieser Tag begann mit einem Frühstück in der Unterkunft, der Autofahrt bis zum Geo Parc und dem Abstieg in die Schlucht. Zum Glück direkt in den forderen Bereich der Schlucht, dem Sektor Taubenleck. Gestartet wurde mit einer gemütlichen 3-Seillängen-Eiswand mit mehreren senkrechten Passagen. Es folgten noch zwei weitere Eisfälle die den ähnlichen senkrechten gemütlichen Charakter auswiesen. Wir waren schließlich im Urlaub. Als wir nach diesem schattigen Tag noch die Sonne außerhalb der Schlucht erwischt haben, ging es gleich nochmal auf die naheliegende Schmiederalm.

 

4. Tag: Abreise

Schwupp diwupp sind die Tage schon rum. Schnell noch den kleinen Sauhaufen eingepackt und zu einer gemütlichen Abschlusswand in die Schlucht. Rolle und Kanne blieben an einer Eiswand im Taubenleck hängen und Kay und ich sind nochmal Richtung Butterloch gelaufen. Wir wollten noch eine 3-Seillängen-Eiswand zum Abschluss bezwingen. Dies war bis Mittag erledigt und so mussten wir schon das letzte Mal aus der Schlucht steigen. Nach einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen starteten wir zur Heimreise.

 

Zusammenfassung:

Aus meiner Sicht war es ein sehr gelungener "gemütlicher" Ausflug mit schönen neuen Erfahrungen im Eis.

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